2. Juni 20229. Juni 2022

Physiotherapie für Besma

Physiotherapie für Besma

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Bis vor zwei Jahren führte die 16-jährige Besma aus Rojava (Nordost-Syrien) ein normales Leben. Dann wurde ein benigner Tumor an ihrer Brustwirbelsäule festgestellt, der operativ entfernt werden musste. Die Operation verlief laut OP-Bericht ohne Komplikationen und die rehabilitative Prognose war positiv. Danach erfuhr sie jedoch keinerlei physiotherapeutische Nachbehandlung. Über einen Zeitraum von fast zwei Jahren lag sie mehr oder weniger rund um die Uhr auf einer Matratze im Wohnzimmer der kleinen Wohnung ihrer Familie, unfähig ohne fremde Hilfe aufzustehen oder sich selbst zu versorgen. Im Verlauf der Zeit verschlechterte sich ihr Zustand zunehmend. Ihre Muskulatur atrophierte, Gelenke versteiften, motorische Grundeigenschaften, wie Balance und Koordination nahmen ab und eine massive Skoliose mit ausgeprägter Spastik entwickelte sich. Als wir Besma vor wenigen Monaten kennen lernten war sie ein vollständiger Pflegefall, die sich nur noch mittels Rollstuhl fortbewegen konnte.

Im neuen Gesundheitszentrum von Heyva Sor a Kurd in Qamishlo begannen wir mit ihrer Therapie. Besma zeigte sich unglaublich motiviert und ehrgeizig. Der Umstände zum trotz immer mit einem Lächeln auf dem Gesicht. Schnell stellten sich Fortschritte ein. Während zu Beginn jede Bewegung und jeder Lagewechsel sichtlich anstrengend und von starker Spastik begleitet war, konnte sie bereits nach wenigen Wochen verschiedene Transfers (Rückenlage – Sitz – Stand) wieder selbstständig durchführen. Ihre Haltung besserte sich zunehmend und vor kurzem Wochen konnten wir erstmals mit Unterarmgehstützen in der Ebene gehen und Treppen steigen. Jeden Tag kam Besma für eine Stunde in unser Zentrum, bis sie die Therapie unerwartet beenden musste.

Erst danach erfuhren wir mehr über die schwierige Situation; Besmas Familie lebt in einem kleinen Dorf ca. 120 Km entfernt von Qamishlo. Der tägliche Transport zur Klinik hat die letzten finanziellen Ressourcen der Familie aufgebraucht. Eine Unterbringung in Qamishlo wurde diskutiert, konnte aber aus Kostengründen nicht realisiert werden. Da bislang keine angemessene Lösung gefunden werden konnte, haben wir uns dazu entschieden, diese Kampagne zu starten und euch zur Mithilfe aufzurufen. Um Besmas Therapie für ein Jahr zu finanzieren benötigen wir ca. 3500€.

Bitte unterstützt uns Besma ein normales Leben zu ermöglichen, damit sie zur Schule gehen, ihre Freund:Innen treffen und sich selbst versorgen kann.